Black Carbon Konzept

Altholz zu Holzkohle pyrolysieren

Altholz; Foto: Uwe Röttgering
Altholz
Wird Holz verarbeitet, bleibt es selten naturbelassen. In den allermeisten Fällen wird es irgendwie chemisch behandelt, also verklebt, angestrichen, beschichtet, etc.. Da durch die Behandlung nicht ausgeschlossen werden kann, dass in den Holzgegenständen giftige oder zumindest umweltschädliche Stoffe enthalten sind, scheidet die anaerobe Verbringung für altes Nutzholz aus. Stattdessen ist es jedoch möglich, behandeltes Holz zu pyrolysieren, sprich zu Holzkohle zu verarbeiten[7].

Pflanzenkohle vor der Aktivierung; Foto: Gerald Dunst
Pflanzenkohle vor der Aktivierung
Die Pyrolyse ist ein sog. thermo-chemisches Verfahren, bei dem organische Verbindungen bei hohen Temperaturen und unter Sauerstoffausschluss gespalten werden, was eine Verbrennung verhindert. Im technischen Umsetzungsprozess werden Schadstoffe aus dem Material extrahiert und können abgefiltert werden; reiner Kohlenstoff in Form von Holzkohle bleibt zurück. Bei hohen Temperaturen pyrolysierte Holzkohle ist über 1000 Jahre stabil und kann von Bakterien kaum zersetzt werden.

Terra Preta Boden in Brasilien; Foto: Gerald Dunst
Terra Preta Boden in Brasilien
In den Erdboden eingebracht leistet sie einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Verbesserung der Bodenqualität[8].